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Noch ein Wort in eigener Sache:
Das was wir hier Zucht nennen, ist ein reine Hobbyzucht innerhalb eines Zuchtverbandes, der die strengsten Zuchtvorschriften hat, die es gibt. Leider darf sich in unserem Land jeder Züchter nennen, der mag. (Siehe auch “züchterische Horrorerlebnisse...). Ich bin daher ausdrücklich FÜR gesetzliche Grundlagen, die regeln, nach welchen Kriterien Hunde gezüchtet werden dürfen. Dies müßte unbedingt eine Zertifizierung von Züchtern und Zuchtstätten beinhalten, im Sinne eines “Heimtiergestzes” In unserem Rassehundzuchtverein für Hovawart-Hunde e.V. (RZV) wird seit vielen Jahren nach folgenden Zuchtbestimmungen gezüchtet:
Die Elterntiere benötigen als Zuchtvoraussetzung: Überprüfung von Aussehen und Wesen auf zwei vereinseigenen Zuchttauglichkeitsprüfung mit ausführlicher Beurteilung des Wesens und des Erscheinungsbildes. Eine Ausstellung, mindestens Prädikat "gut" Beide Elterntiere müssen frei von Hüftgelenksdysplasie sein (Röntgen-Auswertung durch unabhängige Gutachter) Beide Elterntiere müssen frei von Augenerkrankungen wie dem grauen Star und anderen sein (Untersuchung durch wenige, speziell dafür geschulte Tierärzte) Hovawarte mit weiteren Fehlern wie verkürzter Unterkiefer (oder sonstigen schwerwiegenden Zahnfehlern), Rutenannormalien, Einhoder, Fehlfarben/Überzeichnungen werden im RZV nicht zur Zucht verwendet, bilden aber leider oft genug die “Zuchtbasis” für wilde Züchter..
Der RZV ist der größte von zur Zeit drei vom VDH zugelassenen Hovawart-Zuchtvereinen. Die Größe als Verein hat nicht nur Gutes, aber ein Vorteil ist sicherlich, daß wir als einziger Verein über eine solide und ausreichend große Zahl an Elterntieren als ZUCHTBASIS verfügen.
weiterhin gelten folgende Zuchtbestimmungen (Auszug): Mindestalter der Hündin 24 Monate, Höchstalter 8 Jahre maximal sind drei Würfe zugelassen die Hündin darf maximal einen Wurf pro Jahr großziehen, bei Würfen mit mehr als acht Welpen erhält die Hündin eine Zuchtsperre von 18 Monaten Rüden werden für 5 Deckakte zugelassen, danach ergeht eine vorläufige Sperre, bis alle Nachkommen auf HD und andere Fehler untersucht sind und ein hoher Anteil der Nachkommen frei von solchen ist. Maximal sind 10 Deckakte erlaubt.
Seit Jahresanfang 2000 muß jeder Neuzüchter im RZV eine Fortbildungsveranstaltung besucht habe (Neuzüchter sind auch alte Züchter mit neuer Hündin) bevor er zu züchten beginnt !!!
Den Landesgruppen-Zuchtwarten kommt besondere Bedeutung zu, sie prüfen die räumlichen, meist sehr guten Voraussetzungen zur Aufzucht eines Wurfes. kontrollieren den Gesundheitszustand der Hündin, beraten die Züchter bei der Wahl der Deckrüden, auch anhand der EDV-gestützten Zuchtwertschätzungen, begutachten die Würfe in der 1. und 5. Lebenswoche begutachten und tätowieren abschließend die Würfe in der 8.Woche, wobei ein Welpenwesenstest und ein Wurfabnahmeprotokoll angefertigt wird.
ÜBRIGENS: seit einigen Jahren gibt es eine Solidaritätsfond bei Erkrankungen, daß heißt, der RZV zahlt bei Erkrankungen wie mittlerer und schwerer HD, OCD, Katarakt und bei Lebershunts aus einem Fond, der von Züchtern und Deckrüdenbestizern bestückt wird, Beiträge zu Behandlung oder auch Neuanschaffung eines Welpen. Damit wird zum Ausdruck gebracht, daß diese Krankheiten zum einen relativ selten sind, aber auch, daß der Verein noch mehr über das Auftreten der Erkrankungen erfahren will.
Daß alle Welpen und die Mutterhündin während der ersten acht Wochen optimales Futter bekommen, mindestens dreimal entwurmt werden und die Grundimmunisierung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Hepatitis bekommen, sollte eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedürfen. Alleine Futter und tierärztliche Versorgung (Wurmkuren und Impfung) kosten pro Welpe rund 250,-- DM. Wohlgemerkt: Nur wenn alle gesund sind und bleiben !! Daß dann noch “Kleinigkeiten” für Wurfabnahmen, Ahnentafeln (nicht das Papier ist teuer, aber der Aufwand der dahinter steckt!), Deckrüdengebühr etc.hinzukommen, mag erklären warum Welpen, die innerhalb eines seriösen Zuchtverbandes gezüchtet worden sind, preislich höher liegen, als andere.
Jeder sollte daher stutzig werden, wenn in der Zeitung Hovawart-Welpen für nur 350 bis 650 DM angeboten werden |